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    CD des Monats August 10

    Cornelia Funke: Gespensterjäger in der Gruselburg

    Einführung

    Gespensterexperten sind keine gute Gesellschaft! Das behauptet zumindest Toms Mutter Frau Tomsky. Tom ist nämlich ein guter Freund von Hedwig Kümmelsaft, einer Gespensterjägerin, und dem MUG (Mittelmäßig Unheimliches Gespenst) Hugo. Sie erkunden gemeinsam die Welt der WIBEIGEIs, SCHLAWAGs und SPUMIDUVs.
    Wem diese Begrifflichkeiten nichts sagen, der muss die gruselig-komischen Abenteuer von Cornelia Funkes „Gespensterjägern“ verfolgen. Im dritten Teil der vom NDR inszenierten Reihe verschlägt es das furchtlose Trio auf eine alte Burg, auf der unheimliche Dinge geschehen. Doch davon lassen sich die rüstige Dame, der Schuljunge und das sympathische Gespenst nicht abschrecken… Neben einer spannenden Geschichte besticht dieses liebevoll produzierte Hörspiel vor allem durch hervorragende Sprecher/innen und intelligenten Wortwitz.

    Inhalt

    Auf dem Weg nach Dusterberg (Spur 1 und 2)
    Das Gespensterjäger-Team um Hedwig Kümmelsaft, Tom Tomsky und dem mittelmäßig unheimlichen Gespenst Hugo (von den Feuergeistern in Hummerburg auch respektvoll EUG genannt, also „Erheblich Unheimliches Gespenst“) ist auf dem Weg zur Burg des Barons von Dusterstein. Ein Passant, den die drei im Dorf nach dem Weg zur Burg fragen, erschauert und rät dringlich von einem Besuch ab. Seinen Eltern, die nichts von der Gespensterjägerei halten, hat Tom erzählt, dass er für ein Schulprojekt über die Bauweise deutscher Burgen recherchieren und dafür auf einer Burg übernachten müsse. Er möchte Herrn und Frau Wurm interviewen, die auf Burg Dusterberg zu Krötenstein ein Hotel betreiben. Frau Kümmelsaft ist die beste Freundin von Toms Großmutter und hat schon einige Abenteuer mit Tom bestanden. Die Wurms haben die drei angerufen, da sie auf der Burg Gespensterbefall festgestellt hatten.

    Geisteralarm (Spur 3 bis 5)
    Die Burg macht ihrem Namen alle Ehre. Theodor und Amalie Wurm warten schon ungeduldig auf die Gäste. Außer ihnen wohnt nur noch Carlotta Franke auf der Burg, die als Mädchen für Alles arbeitet und an einem Buch schreibt.
    Gespenster können sehr gut riechen und so macht Hugo mit seiner Nase eine Vielzahl von Gespensterkollegen aus: harmlose Wasser-, Schlamm- und Schwebegeister, aber auch alte, unfriedliche Geister, die sich sogleich bemerkbar machen. Die Waffensammlung an der Wand macht sich selbständig und die Vitrine mit dem wertvollen Inhalt stürzt zu Boden. Tom soll für Frau Kümmelsaft etwas in der Datenbank der FOG (FOrschungsstelle für Gespensterbekämpfung) recherchieren. Frau Wurm fängt wie irr an zu lachen und ihr Gesicht verändert sich dramatisch. Ein Körperschlupfer hat von ihr Besitz ergriffen und spricht durch ihren Mund. Es ist der boshafte Geist der Blutigen Baronin, einer Vorbesitzerin der Burg, die die Eindringlinge vertreiben möchte.
    Frau Wurm erholt sich nach einiger Zeit, behält aber einen schlimmen Schluckauf zurück.

    Die blutige Baronin (Spur 6 bis 8)
    Die Gespensterjäger rüsten sich zum Kampf. Als Waffen dienen ihnen Minzpaste auf den Türen, der von Hedwig entwickelte GEMEG (GEist mit MEnschlicher Gestalt, ein Gespenster-Radar) sowie „Anti-Beschlupfungspastillen“.  
    Herr Wurm führt ein Gemälde der Blutigen Baronin in der Ahnengalerie vor. Jaspara von Dusterberg zu Krötenstein bewohnte die Burg im 17. Jahrhundert. HISPEGs (HIstorische SPukErscheinunGen) wie sie werden immer stärker, je näher ihr Todestag rückt, und sie ernähren sich von Strom.
    Durch Geheimgänge und riesige Spinnweben gelangen die Gespensterjäger in den Keller, wo sie WIBEIGEIs (WInzige BEIßende GEIster) finden. Diese sind für Menschen ungefährlich, fressen aber Löcher in die Schwabbelhülle anderer Geister, wodurch diese Spukenergie verlieren. Mithilfe von Mäusedreck und einem Spezialnetz fängt Tom drei der Winzlinge ein. Hedwig präpariert den Sicherungskasten und macht damit den Strom für die Baronin ungenießbar.

    Kampf in der Bibliothek (Spur 9)
    Währendessen hatte die Baronin die Bibliothek verwüstet und versucht alle Informationen über ihre Biographie in den Büchern zu vernichten, um ihr Sterbedatum zu verheimlichen. Tom kann gerade noch ein letztes intaktes Buch retten, als die Baronin auf einem Geisterpferd durch das Fenster galoppiert kommt. Mit einem Schwert in der Hand will sie das gestohlene Buch zurückerobern. Während Tom die Baronin ablenkt, wirft Hedwig ihr einen SWW (Strom-Wärme-Wandler) um den Hals, der dem Gespenst Strom entzieht und es dabei so erhitzt, dass es sich in den kühlen Burggraben stürzt.

    SPUMIDUVs und SCHLAWAGs (Spur 10 und 11)
    Im Salon studieren alle zusammen Toms Buch, das vom Leben der Baronin erzählt, die damals noch Jaspara von Mauswitz hieß. 1643 heiratete sie den Baron und erdolchte ihn schon ein Jahr später. Grausam und ungerecht regierte sie fortan das Volk und stieß Gegner eigenhändig in den Burggraben. Dort endete sie durch einen Racheakt ihrer Schwägerin schließlich selbst.
    Aufgrund der Vorgeschichte folgert Hugo, dass man es mit einem SPUMIDUV (SPUkwesen MIt DUnkler Vergangenheit) in Kombination mit einem SCHLAWAG (SCHLAmm-WAsser-Geist) zu tun habe. Tom bringt sich online auf den letzten Stand der Gespensterforschung. Die Beschreibung des SPUMIDUVs trifft genau auf die Blutige Baronin zu. Endgültig vertreiben kann man sie nur in der gleichen Stunde, in der sie seinerzeit gestorben war. Essentiell ist es, dem Gespenst sämtliche Stromquellen zu entziehen. Herr Wurm erinnert sich erschrocken an die stattliche Oldtimer-Sammlung – inklusive voll aufgeladener Autobatterien – die sich in den Schuppen befindet und eilt dorthin.

    Die Gruft (Spur 12)
    Frau Kümmelsaft versucht ihr Glück in der Familiengruft. Vielleicht sind dort die Sterbedaten der Baronin verzeichnet. Auf einer schlammbesudelten Grabplatte steht, dass Jaspara im Mai 1658 im Morgengrauen verstarb. Somit müsste sie zwischen vier und fünf Uhr morgens besiegbar sein. Doch es gibt auch schlechte Nachrichten. Aus allen Autos hat man die Batterien herausgerissen und leer gesaugt. Die Schicksalsgemeinschaft verschanzt sich in der Waffenkammer, doch die Baronin besitzt einen Ersatzschlüssel. Zum Glück können die attackierenden WIBEIGEIs das Gespenst vorerst in die Flucht schlagen.

    Professor Boccabella (Spur 13 und 14)

    Die letzte Hoffnung ruht nun auf Professor Boccabella, der als einziger schon einmal ein gefährliches SPUMIDUV besiegt hat. Per „Skype“-Verbindung gibt er wertvolle Tipps. Zur Todeszeit und am Todesort muss die Baronin mit einem persönlichen Gegenstand aus ihrem alten Leben berührt werden. Frau Wurm erinnert sich an ein rotes Gewand, dass Jaspara gehörte. Tom soll das Kleid anziehen und den Lockvogel spielen.

    Showdown auf der Zugbrücke (Spur 15 bis 18)
    Um 04:30 Uhr steht Tom in wehender Verkleidung auf der Zugbrücke, auf der die Baronin gestorben war. Hugo geht seinem Lieblingshobby, Köpfe klauen, nach und lockt die Baronin so zur Zugbrücke. Dort setzt Hugo dem vor Wut glühenden Gespenst den Kopf verkehrt herum wieder auf. Tom provoziert Jaspara, schaut ihr mutig ins Gesicht und lässt sich von ihr packen. Als die Baronin ihr altes Kleid zu fassen bekommt, löst sie sich leise auf und treibt mit dem Wind davon.
    Erleichtert frühstücken die siegreichen Gespensterjäger am nächsten Morgen. Hugo möchte ab sofort kein MUG mehr sein, nach all den Abenteuern soll er „Helden-Hugo“ genannt werden.

    Trackliste

    • 001 Das Referat (05:55)
    • 002 Der Hilferuf (03:17)
    • 003 Ankunft Burg Dusterstein (05:20)
    • 004/005 Eine gespenstische Warnung (08:02)
    • 006/007 Mintpaste und erste Erkenntnisse (07:05)
    • 008 Ein Netz voller Geister (05:01)
    • 009 Die Blutige Baronin (05:06)
    • 010/011 Spuk mit dunkler Vergangenheit (10:52)
    • 012 Die Gruft der von Dusterbergs (04:55)
    • 013 Professor Boccabellas Rat (05:23)
    • 014 Der Lockvogel (03:05)
    • 015 Hugos Auftritt (02:00)
    • 016 Duell auf der Zugbrücke (03:10)
    • 017/018 Hoch die Kakaotassen! (04:46)

    Ideen zur Umsetzung

    Unterhaltung/Veranstaltungsarbeit

    • Das Hörspiel „Gespensterjäger in der Gruselburg“ eignet sich, wie auch die anderen Teile der Reihe, hervorragend für Übernachtungen in Schule, Kinderhort oder Bibliothek. Dort kann die Geschichte als zentraler Teil einer Mottoveranstaltung eingesetzt werden oder als Abschluss vor dem Einschlafen dienen. Außerdem unterhält sie auf den immer beliebter werdenden Halloweenpartys. Die Titel sind zwar unterschiedlich lang (zwei bis zehn Minuten), die Hörspielgeschichte kann bei Bedarf aber auch innerhalb der Spuren nachvollziehbar unterbrochen werden.

    Phonologie/Motorik

    • In Track 005 wird Frau Wurm vom Geist der Blutigen Baronin „beschlupft“ (d.h. ihr Körper in Besitz genommen) und spricht währenddessen ganz anders, woraufhin Hedwig Kümmelsaft den Wurms im nächsten Kapitel Tabletten zum Schutz gegen eine „Beschlupfung“ gibt. Vielleicht existieren dann auch „Beschlupfungspastillen“, die das Eindringen eines Gespenstes in den Körper erleichtern?
    • Nehmt euch ein paar bunte Zuckerperlen oder umhüllte Schokolinsen zur Hand! Der erste in der Runde sucht sich eine beliebige Farbe aus, isst die Süßigkeit und ist danach von einem Geist seiner eigenen Wahl besessen Er muss jetzt entsprechend reden und sich auch so bewegen. Die anderen Kinder raten, welcher Geist im Körper ihres Mitspielers steckt und ordnen die Pastillenfarbe zu. Das nächste „Beschlupfungsopfer“ sucht sich eine andere Farbe und damit ein neues Gespenst aus oder versucht, die Darbietung des Vorgängers nach Einnahme einer gleichfarbigen Leckerei zu übertreffen. Wenn jeder in der Gruppe ein Mal von jedem Geist heimgesucht wurde, nimmt sich jeder eine Zuckerperle/-linse seiner Wahl und alle spuken gemeinsam eine Weile herum.
    • Variante: Vor Spielbeginn wird jeder Farbversion der Süßigkeit genau ein Geist zugeordnet, der nach der Einnahme in den Körper fahren kann (z.B. grün = SCHLAWAG, rot = WIBEIGEI, blau = SPUMIDUV usw.). Die/der „Beschlupfte“ nimmt die farbige „Beschlupfungspastille“ verdeckt, die anderen Kinder müssen den dargestellten Geist und die zugehörige Farbe der Süßigkeit erraten.

     

    Artikulation/Motorik

    • In Track 5 wird Frau Wurm vom Geist der Blutigen Baronin „beschlupft“ (d.h. ihr Körper in Besitz genommen), woraufhin Hedwig Kümmelsaft den Wurms im nächsten Kapitel Tabletten zum Schutz gegen eine „Beschlupfung“ gibt. Vielleicht existieren dann auch „Beschlupfungspastillen“, die das Eindringen eines Gespenstes in den Körper erleichtern?
    • Nehmt euch ein paar bunte Zuckerperlen oder umhüllte Schokolinsen zur Hand! Der erste in der Runde sucht sich eine Farbe aus, isst die Süßigkeit und ist sofort von einem Geist seiner Wahl besessen (z. B. grün = SCHLAmm-WAsser-Geist). Er muss jetzt dementsprechend reden und sich so bewegen. Die anderen Kinder raten, welcher Geist im Körper ihres Mitspielers steckt. Das nächste „Beschlupfungsopfer“ sucht sich eine andere Farbe und damit ein neues Gespenst aus oder versucht, die Darbietung des Vorgängers zu übertreffen. Wenn jeder in der Gruppe ein Mal von jedem Geist heimgesucht wurde, nimmt sich jeder eine Zuckerperle/-linse seiner Wahl und alle spuken gemeinsam eine Weile herum. In Kapitel 13 holt sich das Gespensterjäger-Trio Rat bei Professor Boccabella, der ihnen hilft, den SPUMIDUV zu besiegen. Wie könnt ihr euch wieder von den Geistern befreien, die euch jetzt „beschlupft“ haben?
    • Denkt euch Methoden aus, die den Spukgestalten in den Körpern der anderen Kinder nicht behagen und sie aus ihnen vertreiben, z.B. „fünfmal schnell im Kreis drehen“ oder „eine halbe Minute auf einem Bein stehen“! Befreit nach und nach jeden in der Gruppe von seiner Besessenheit! Die/der Befreite zeigt die „Entschlupfung“ durch einen Laut oder ein Geräusch an, mit dem der Geist aus ihrem/seinem Körper „geschlupft“ ist.

    Kreativität/Fantasie

    • Auf dem Titelbild erkennt ihr Tom, Frau Kümmelsaft und das Gespenst Hugo. Wie aber sehen die anderen Geister aus, z.B. SCHLAWAGs oder WIBEIGEIs?
    • Malt und zeichnet sie auf!Welche Geister oder Gespenster könnten noch in alten Gemäuern herumspuken.
    • Denkt euch eigene Burgbewohner aus und findet Abkürzungen für sie, die eure Freunde auflösen müssen.
    • Wie sehen eure neu erschaffenen Spukgestalten aus?
    • Bringt eure Ideen zu Papier und ergänzt sie mit euren Bildern und Zeichnungen der aus der Geschichte bekannten Geister zu einer Gespenstersammlung!

    Zur Produktion

    Die „Gespensterjäger“-Hörspielreihe ist hochwertig produziert. Zunächst fallen die sehr professionellen Sprecherinnen und Sprecher auf, allen voran Katja Brügger, die mit ihrer stets sonoren, in brenzligen Situationen auch mal kratzenden Stimme aus der alten Dame Hedwig Kümmelsaft eine überzeugend entschlossene Gespensterexpertin macht. Ernst Hilbich in der Rolle des freundlichen Gespenstes Hugo und der elfjährige Junge Leon Rathje als Tom stehen ihr dabei ausdrucksstark zur Seite, die Antagonistin wird von Marion Breckwoldt schaurig und Furcht einflössend dargestellt. Die Burgbewohnerin und gleichzeitige Erzählerin der Geschichte Carlotta Franke (Anna-Maria Kuricová) lotst die Hörer wunderbar durch die Handlung.
    Eine erstklassige akustische Darbietung geben auch Jürgen Uter und Susanne Schrader als das verschreckte Ehepaar Wurm, die Besitzer von Burg Dusterstein. Sie sprechen äußerst humorvoll und selbstironisch die ängstlichen, sich vor Geistern fürchtenden Figuren, die die jungen Zuhörer dazu ermuntern, selbst mutiger zu sein und die eigene Angst vor Gespenstern zu überdenken. Sehr amüsant und wie aus dem alltäglichen Leben gegriffen ist beispielsweise die Auftrittszene der Wurms, in der Herr Wurm versucht Hedwig Kümmelsafts Anrufbeantworter anständig zu besprechen, sich dabei verhaspelt und noch verwirrter ist, als Frau Wurm ihm von der Seite Anweisungen gibt. Im Gegensatz zu Frau Kümmelsaft sind die Wurms nämlich echte Techniklaien.
    Ein weiteres Element für den stimmungsvollen Gesamteindruck ist neben dem Gesagten die Komposition von Bernd Keul. Unter der Führung von Violine und Fagott (beide Henning Stoll) wird eine musikalische Dramaturgie präsentiert, die sich der Geistergeschichte perfekt anpasst. Einen Eindruck der gruseligen Klangwirkung der Instrumente erhält man z.B. beim ersten Auftritt Marion Breckwoldts als Blutige Baronin: „Ein jeder der mir nicht behagt, wird kalt gemacht und eingesargt!“ Ihre Drohung – begleitet vom musikalischen Anfangsmotiv – wirkt so noch bedrohlicher.
    Neben Schauerlichem bietet das Hörspiel aber auch Heiteres. Der Reiz liegt hier neben der Sprechkunst vor allem in den Wortwitzen (Hörspieltext: Jörgpeter Ahlers). „Meine Lehrerin war ziemlich begeistert, als sie das mit der Burg hörte.“, sagt Tom, worauf Hedwig Kümmelsaft antwortet: „BeGEISTert? Das ist gut! Hahaha – gut gewähltes Wort!“
    Abschließend darf man auch die Techniker dieser Produktion für die Klangqualität der CD loben. Das Gehörte wirkt plastisch, der Hörer nimmt immer eine räumliche Position in der Nähe des Gespensterjäger-Trios ein – und steht damit akustisch auf der Seite der „Guten“. Die Stimmen aller Figuren sind klar verständlich und jederzeit auseinanderzuhalten. Die Abmischung stimmt ebenfalls. Trotz heftiger Tonstärkeunterschiede, die dem Spannungsbogen der Geschichte geschuldet sind (z.B. flüsternde Menschen, gefolgt von kreischenden Spukgestalten), müssen nur selten bis gar nicht Lautstärkekorrekturen beim Hören vorgenommen werden.
    Das Begleitheft zur CD ist dünn und innen nicht in Farbe gedruckt, bietet aber dennoch einen Mehrwert. Man findet in kompakter Form Informationen zur Autorin, Fotos von den Aufzeichnungen und eine Liste der Mitwirkenden, teilweise mit kurzen Angaben zur Person. Neben einer Beschreibung des Gespensterjäger-Trios gibt es noch eine zweiseitige Abhandlung über den „SPUk MIt DUnkler Vergangenheit“ (SPUMIDUV). Das von der Buchvorlage übernommene Titelbild ist ansprechend und altersgerecht gestaltet und rundet damit den haptischen Teil der Produktion ab.

    Fazit

    Vor einigen Jahren hat „Der Hörverlag“ aus München Cornelia Funkes „Gespensterjäger“-Reihe bereits als Lesung mit Monty Arnold auf MC erfolgreich vermarktet, eine neue Auflage auf CD erfolgte Anfang 2009. Warum präsentiert uns Jumbo nun kurze Zeit später die Hörspielfassung? Weil ein Hörspiel eine gute Geschichte noch lebendiger erzählt, der akustische Kanal über den CD-Player ausreicht, um alle Sinne der Rezipienten anzusprechen – ein Bonus, der in Lesungen trotz hervorragender Sprecher nur schwer erreicht werden kann. Und weil die NDR-Produktion von Anfang bis Ende überzeugt. Ein gelungenes Skript, prima Stimmen, effektvolle Geräusche, dramatische Musik und ein technisch forcierter Raumklang erschaffen eine beeindruckend dichte, schaurig-schöne Gruselatmosphäre, in der die Zielgruppe neben dem Fürchten auch lachen lernen kann. Tipp: Wer über die lohnenswerte Anschaffung aller Hörspielfolgen der „Gespensterjäger“ nachdenkt, kann sich auf den 25. November 2010 freuen. Dann erscheint nämlich der vierte und letzte Teil der Reihe als NDR-Produktion. Er trägt den Spannung verheißenden Titel „Gespensterjäger in großer Gefahr“. Hörproben zur „CD des Monats“ und den zwei vorangegangenen Folgen finden Sie hier:http://www.jumboverlag.de/produktdetail.php?mainmenuid=produkte&submenu=labelmenu&hartikelkey=1530 (Folge 3 Gespenster in der Gruselburg)

    Folge 3: Gespensterjäger in der Gruselburg

    Folge 2: Gespensterjäger im Feuerspuk

    Folge 1: Gespensterjäger auf eisiger Spur


    Angaben zur Produktion

    Hörspiel

    Verlag: JUMBO Neue Medien & Verlag GmbH (http://www.jumboverlag.de/), Hamburg
    Autorin: Cornelia Funke
    Erscheinungsdatum: März 2010
    Empfohlenes Alter: Ab 6 Jahren
    Umfang: 1 CD (ca. 74 Minuten)

    Sprecher/innen:
    Erzählerin: Anna-Maria Kuricová
    Tom: Leon Alexander Rathje
    Hedwig Kümmelsaft: Katja Brügger
    Gespenst Hugo: Ernst H. Hilbich
    Herr Wurm: Jürgen Uter
    Frau Wurm: Susanne Schrader
    Die Blutige Baronin: Marion Breckwoldt
    Professor Boccabella: Stephan Schad
    Toms Mutter: Birte Kretschmer
    Toms Vater: Till Huster
    Dorfpassant: Frank Jordan
    Computerstimmen: Ingeborg Kallweit, Holger Postler


    WIBEIGEIs: Gudo Mattiat, Pia Werfel, Gunnar Frietsch

    Komposition und Musik: Bernd Keu

    Fagott und Geige: Henning Stoll

    Tontechnische Realisation: Jutta Liedemit, Angelika Körber

    Regieassistenz: Janine LüttmannRegie: Hans Helge Ott

    Redaktion und Hörspielbearbeitung: Jörgpeter Ahlers

    Produktion: Norddeutscher Rundfunk Hamburg, 2010

    Bibliographische Angaben:
    Audio-CD:Cornelia Funke: Gespensterjäger in der Gruselburg18 Tracks, 74 Min.JUMBO Neue Medien & Verlag GmbH Hamburg, 2010
    ISBN: 978-3-8337-2528-9
    Preis: 10,95 Euro

    Rezension: Peter Marus, Institut für angewandte Kindermedienforschung

    Die "CD des Monats" erscheint außerdem beim Institut für angewandte Kindermedienforschung der Hochschule der Medien, Stuttgart:
    http://www.ifak-kindermedien.de/

    Darüber hinaus erscheint die „CD des Monats“ bei SCHAU HIN! https://www.schau-hin.info.de
    Die Initiative bietet Eltern eine Hilfestellung zum Umgang mit Medien für Kinder.