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    CD des Monats Januar 2011

    Claudia Schreiber: "Was? Wenn!"


    Hörspiel

    Hier finden Sie die Besprechung der CD des Monats als PDF-Version.
     

    Einführung


    Die Urfrage aller Entdeckungen, Forschungen und Weiterentwicklungen ist die Frage: Was? Wenn!
    Was passiert, wenn ich das oder jenes mache, was passiert, wenn ich etwas ausprobiere…Diese Überlegung und Erfahrung wird im Hörspiel Was? Wenn! in spielerischer, witziger und sehr unterhaltsamer Weise vermittelt – inclusive einer kleinen Liebesgeschichte. Ein kleines Stück „Philosophie des Alltags“, das zu ebensolchen Gedanken anregt.

    „Was? Wenn eine Kuh mal etwas versucht? Was, wenn sie genug hat vom faden Leben: Oben Himmel. Unten Gras, und geradeaus immer dieselben Kühe? Morgens und abends kommt der Bauer und melkt. „Nützlich ist mein Leben“, denkt die Kuh. „Nützlich, aber blöd.“ Was, wenn eine Kuh nicht harmlos bleibt? Sondern träumt, forscht, mit den anderen Kühen Boot fährt, tanzt, trommelt. Was, wenn sich diese Kuh in einen schneidigen Mäusebussard verliebt und herb enttäuscht wird? Was, wenn ihre Freundinnen sie trösten? Was, wenn eine Kuh wegen all der Sachen keine Milch mehr gibt? Dann wird sie Suppe, droht der Bauer.“ (Zitat aus einer Besprechung) Und was, wenn der Bauer am Ende die Kühe sogar verstehen kann.


    Inhalt


    001      6’22 Die „große Kuh in der Mitte der Herde“ hat eine Idee

    Oben ist der Himmel, unten Gras. Es ist langweilig, nichts passiert in der Kuhherde.
    Da hat die „große Kuh in der Mitte der Kuhherde“ eine Idee – eine ganz einfache Frage: Was? Wenn! „Was passiert, wenn ich ein Bein hoch hebe…?“ Und nach einem Bein noch ein Bein und dann ein drittes Bein? Die Kuh fällt nicht um. Und am nächsten Morgen – noch ein Versuch, das vierte Experiment: „Was passiert, wenn ich ein Bein nach dem anderen hochhebe?“ Ganz unglaublich: Die Kuh fängt an zu schweben. Aber warum? Eine Frage und eine Antwort.


    002      4’06 Die Kühe geben keine Milch mehr

    Alle werden von dem lustigen Entdeckungsspiel angesteckt, sie haben großen Spaß dabei – bis sie umfallen. Aber die „kleine Kuh am Rande der Herde“ macht nicht mit. Sie ist mit ihrem nützlichen Leben zufrieden. Umfallen will sie nicht und auch keine Experimente machen. Und schaut zu, wie viel Spaß die anderen haben. Als der Bauer kommt, überlegen sich die Kühe: Was? Wenn! Was passiert, wenn wir uns weigern und heute keine Milch geben, wenn wir weiter Experimente machen und Spaß haben? Der Bauer (der nur in Worten und nicht in ganzen Sätzen spricht) versucht es bei der ersten, bei der zweiten, bei der dritten Kuh – nichts passiert, es gibt keine Milch. Drohend zieht er wieder ab. Die Kühe bekommen Angst: Was passiert eigentlich, wenn eine Kuh keine Milch mehr gibt? Sie beschließen keine Experimente mehr zu machen und nie mehr Was? Wenn! zu fragen.


    003     3’59 Der Marienkäfer

    Die Kuh hat ihr Ehrenwort gegeben nichts weiter zu fragen und keine weiteren Experimente zu machen. Da taucht in Form einer kleinen Versuchung ein Marienkäfer auf: Er fragt die Kühe nach ihrem Namen und macht sich über sie lustig, dass sie eigentlich gar keine richtigen Namen haben.


    004     3’31 Auf der Suche nach einem richtigen Namen

    Wie wollen sie heißen? A-Kuh, B-Kuh, I-Kuh??? Das ist keine gute Idee. „Manchmal“, so schlägt der Marienkäfer vor, „fahren Namen auf der Straße“: Taxi, Baby an Bord, Zirkus, Fahrschule, Schaumstoffmatratzen, Baustoffe, Obstkonserven usw. So wollen die Kühe künftig heißen! Als der Bauer melken will, kommt wieder keine Milch und der Bauer verzieht sich ärgerlich in sein Haus. Nicht ohne Wirkung auf die Kühe – sie haben Angst, dass der Bauer sie bestraft. Sie geloben, Kühe ohne Namen zu bleiben, keine Ideen mehr zu haben, Gras zu fressen, in den Himmel zu  schauen – und: Milch zu geben.


    005     5’34 Ein Lied macht die Runde: „Ich bin eine Kuh, ich mache gern Muh…

    In der Nacht - die Kühe stehen im Stall, sie schlafen, aber Gedanken und Ideen quälen die „große Kuh in der Mitte der Herde“ (die nun „Taxi“ heißt), sie kann nicht schlafen; Gedanken schwirren ihr im Kopf herum: wenn man einmal zu denken angefangen hat, kann man nicht mehr damit aufhören…Sie ermahnt sich selbst nicht weiter Ideen zu bekommen, aber plötzlich machen sich ihre Hufe selbstständig… Das ist ja keine Idee, sagt sie sich, das sind ja die Hufe… die Hufe machen Geräusche: sie treten auf den Boden, an die Wassertränke, an die Milchkanne…spontan entsteht ein improvisiertes Lied mit Geräuschen und Klängen, in das alle aus Spaß einstimmen: „Ich bin eine Kuh, ich mache gern Muh….“
    Der Bauer kommt in den Stall gestürmt und beschwert sich lautstark über den Lärm. Am nächsten Morgen holt der Bauer den Tierarzt – was ist nur mit den Kühen los? Sind sie krank? Der Tierarzt untersucht die Kühe und schaut sorgenvoll zum Bauer…
    Die Kühe erfreuen sich ihres Lebens, sie haben einen Namen, die Sonne macht sie fröhlich.


    006     8’02 Die Kühe sind weiter auf Entdeckungsreise

    Die Kuh – mit dem Namen „Kochkäse“ zappelt mit ihren Hufen, sie scharrt damit auf dem Boden;  es entsteht ein Loch – so nebenbei neben dem Kauen…. Plötzlich stößt der Huf an eine Holzkiste… das regt die Phantasie an: Was? Wenn! Was, wenn das ein Sarg ist? Was wenn da ein böser Geist drin liegt oder ein giftiger Käfer und wenn sie dadurch selbst böse werden? Die Kühe denken sich schauerliche Geschichten aus… was wenn hier die Knochen einer Kuh begraben liegen, die keine Milch mehr gab? Oder eine Fee??
    Jetzt wollen sie nachschauen, was das für eine Kiste ist und was sich dahinter verbirgt…
    Es ist ein Holzboot, das in den Bach gehört und damit fahren sie nun rauf und runter.
    Was? Wenn!  … ich eine berühmte Wissenschaftlerin wäre, was wenn wir wirklich mal einen Goldschatz finden? Was wenn ich eine Königin wäre oder ein Bulle? Was wenn ich fliegen könnte, was wenn ich ein Traktor wäre, was wenn ich fortlaufen würde, was wenn ich meine Freunde verlieren würde, was wenn ich immer bei dem Bauer bleiben würde…. – der Phantasie der Gedanken sind keine Grenzen gesetzt – alles kommt in den Sinn…
    Der Bauer – er weiß nun was los ist…. und auch die Kühe sind überzeugt und wissen: Das Leben ist nicht mehr harmlos, das Leben wird schön, gefährlich schön!
    Am Abend sind die Kühe im Stall – nur der Bauer hat etwas vor und denkt sich etwas aus….


    007     5‘53  Der Mäusebussard auf der Suche nach einer Liebe

    Am Morgen stehen die Kühe wieder auf der Wiese. Ein Mäusebussard sucht Kontakt mit ihnen aufzunehmen. “Ausweiskontrolle – eine Routineangelenheit“, das ist sein Trick sich interessant zu machen. Mit „Taxi“, der „großen Kuh aus der Mitte der Herde“, mit der alles angefangen hat, „bandelt er an“, was auf Gegenliebe stößt. Als Geschenk wirft er ihr eine Maus zu. Das jedoch kommt bei den Kühen gar nicht gut an (weil Kühe nun mal keine Tiere essen). Jedoch die „Kuh aus der Mitte der Herde“ hat Liebeskummer.


    008     2’34 „Was hat der Bauer mit uns vor?“

    Nach einiger Zeit kommt der Mäusebussard zurück und versucht nun die „kleine Kuh“ für sich zu interessieren (die „große Kuh in der Mitte der Herde“ hat er inzwischen vergessen).
    Aber die Kühe verscheuchen den Mäusebussard, der Bauer kommt inzwischen zurück und ruft nur „Suppe!“ – was bei den Kühen wiederum Angst auslöst… Was hat der Bauer vor?


    009     7’24 Die Wende - mit Musik und Milch

    Der Bauer scheint zu resignieren und trifft sich mit anderen Bauern im Dorf. Das verunsichert die Kühe, sie wollen dem auf die Spur gehen – immer noch in der Angst davor, dass der Bauer die Kühe, die keine Milch mehr geben wollen, schlachten will.
    Aber Ungeheuerliches ist von der Ferne zu hören: „Wumm Tscha…“. Die Bauern machen plötzlich Musik….Was? Wenn!

    …. es plötzlich nun beides gibt: Milch und Musik


    Trackliste – auf einen Blick


    001     6’22     Die „große Kuh in der Mitte der Herde“ hat eine Idee
    002      4’06     Die Kühe geben keine Milch mehr
    003     3’59     Der Marienkäfer
    004     3’31     Auf der Suche nach einem richtigen Namen
    005     5’34     Ein Lied macht die Runde: „Ich bin eine Kuh, ich mache gern Muh…“
    006     8’02     Die Kühe sind weiter auf Entdeckungsreise
    007     5‘53     Der Mäusebussard auf der Suche nach einer Liebe
    008     2’34     „Was hat der Bauer mit uns vor?“
    009     7’24     Die Wende - mit Musik und Milch

    Gesamtspielzeit:                47 min.

    Weitere Informationen zur Produktion, Ideen zur Umsetzung, Fazit und bibliographische Angaben finden Sie hier.