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    Stärkung der Willkommenskultur in Kitas

    Lesen Sie hier Neues aus der Zuhörforschung.

    SABA Radioprojekt

    RADIOmachen - Vom Hören zum Selbermachen

     

    RADIOmachen - Vom Hören zum Selbermachen ist das Kreativprojekt betitelt, das die Crespo Foundation in Zusammenarbeit mit der Stiftung Zuhören für die SABA-Stipendiatinnen 2013/2014 anbietet. Begleitet von der Radiomacherin Katja Weissenberger und der Journalistin Christiane Kreiner werden sich die Teilnehmerinnen mit dem Medium beschäftigen.

    Während der folgenden Etappen machen sich die Frauen mit unterschiedlichsten Formen der Produktionen vertraut, lernen Sendungen und Formate kennen, besuchen einen Techniker im Studio und experimentieren mit den Möglichkeiten, selbst Radio zu machen. Wie sich mit den eigenen Ideen, der eigenen Stimme umgehen lässt, wie Geräusche, wie Sprache und Musik einzusetzen sind. Wie es sich anfühlt, eine öffentliche Umfrage oder ein Interview zu machen, mit dem Mikro in der Hand und einer Reihe selbst entwickelter Fragen auf den Lippen ...

    Mit dem Projekt SABA bietet die Crespo Foundation jungen Frauen und Müttern mit Migrationshintergrund Möglichkeiten zur persönlichen Weiterbildung und Weiterentwicklung, um ihnen damit Wege in ein selbständiges und selbstbestimmtes Leben zu eröffnen. Jährlich werden ca. 20 Migrantinnen im Alter zwischen 18 und 35 Jahren aus dem Rhein-Main-Gebiet gefördert.

    Umfrage zum Thema "Freundschaft"

    entstanden auf der Bergerstrasse in Frankfurt am Main.

    Flash ist Pflicht!

    SABA Radio-Show am 11. Mai 2014 im Gallus Theater Frankfurt

    Bei der SABA Radio-Show präsentierten die Stipendiatinnen der Crespo Foundation am 11. Mai 2014 im Gallus Theater Frankfurt die Ergebnisse des diesjährigen Medienprojektes. Für manche der SABA-Stipendiatinnen war das Thema Radio absolutes Neuland und so gab es viel zu entdecken im diesjährigen Medienprojekt. Heraus gekommen sind dabei humorvolle, spannende und zum Nachdenken anregende Beiträge in ganz unterschiedlichen Formaten.

    Ein Mitschnitt der Veranstaltung wurde am 6. Juli 2014 in hr2-kultur "Kulturszene Hessen" gesendet:

     

    hr2-kultur Kulturszene Hessen vom 6. Juli 2014, Vorstellungsrunde

    So fängt die Saba-Radio-Show am 11. Mai im Frankfurter Gallus-Theater an. Und man hört die Saba-Stipendiatinnen, die sich in zwei Sprachen vorstellen, in ihrer Herkunftssprache und in Deutsch.

    Flash ist Pflicht!

    hr2-kultur Kulturszene Hessen vom 6. Juli 2014, Geschichte vom Schmetterling

    Die "Geschichte vom Schmetterling" haben die Frauen selbst erfunden. Man hört sie hier in verschiedenen Sprachen - in Yoruba, Deutsch und Farsi.

    Flash ist Pflicht!

    hr2-kultur Kulturszene Hessen vom 6. Juli 2014, Mini-Radio-Sendung

    Mounia, Berta, Chahida und die anderen Saba-Frauen haben eine eigene Mini-Radio-Sendung gemacht und selbst moderiert. Man bekommt eine Umfrage zu einem pikanten Thema zu hören und eine verrückte Geschichte von Hühnern, die eine Party feiern.

    Flash ist Pflicht!

    Die Stimme erheben

    Ein Rückblick von Cora Stein und Jennifer Mina von der Crespo Foundation auf das SABA-Kreativprojekt "RADIOmachen - Vom Hören zum Selbermachen", das 2013/14 in Kooperation mit der Stiftung Zuhören/hr2-kultur realisiert wurde.

    Seit 2008 bietet SABA jedes Jahr ein neues Kreativprojekt an - bisher waren dies Tanz, bildende Kunst, Film, Gesang und Radiomachen. Nun fällt auf, dass sich das Medium Radio explizit an eine große Zuhörerschaft richtet: Wie haben die Stipendiatinnen diese Möglichkeit empfunden und für sich eingesetzt?
    CS: "In den Kreativprojekten möchten wir die Stipendiatinnen ermutigen, neue Ausdrucksformen für sich zu entdecken, neue Erfahrungen zu machen und sich mitzuteilen. Dafür eignet sich das Radio natürlich wunderbar! Sie hatten die Möglichkeit, Themen zu setzen und im wahrsten Sinne des Wortes ihre Stimme zu erheben.
    Die Fragen, die in Kleingruppen für die Umfragen erarbeitet wurden, waren dabei so individuell wie die Stipendiatinnen selbst: Eine Gruppe interessierte, wie denn die Passanten zu den Ergebnissen der Bundestagswahlen stünden, eine andere wollte wissen, welchen Eindruck die Frankfurter Bürger vom deutschen Schulsystem hätten oder welche Rolle Fitness in ihrem Leben spielte."
    JM: "Die Stipendiatinnen haben ausschließlich eigene Themen bearbeitet, beispielsweise bei den Umfragen auf der Berger Straße: angeleitet und in der Umsetzung unterstützt von der Radiomacherin Katja Weissenberger und der Journalistin Christiane Kreiner. Die Rückmeldung war durchweg positiv. Eine spannende Erfahrung - vor allem der Besuch und die Aufnahmen in den Profi-Studios."

    Welche Themen hatte die SABA-Radio-Show und wie kam die Präsentation bei den Gästen an?

    CS: "Wir wünschen uns ja immer eine Abschlusspräsentation in jedem Kreativprojekt, doch nun standen wir vor der großen Frage: Wie bringt man eigentlich Radio auf die Bühne?
    Die Show hat versucht, einen Einblick in die Arbeit der letzten Monate zu geben und zu den einzelnen Themen Ausschnitte präsentiert: selbst geschriebene Geschichten, daraus entstandene selbst vertonte Hörspiele, dazu die Umfragen und Interviews. Die gesamte Show lag in den Händen der Stipendiatinnen, die diese auch in Eigenregie moderierten.
    ... Die Rückmeldung der Gäste? Alle waren beeindruckt von dem charmanten und selbstbewussten Auftreten der Stipendiatinnen! Ich glaube, das Publikum, zu dem erfreulicherweise auch wieder viele ehemalige Stipendiatinnen samt Familien zählten, fühlte sich gut und kurzweilig unterhalten. Tolle Stimmung, locker und sehr familiär. Das finde ich sowieso immer wunderbar bei unseren SABA-Veranstaltungen!"
    JM: "Ich fand es vor allem sehr mutig, auf der Bühne vor 180 Gästen zu stehen und ins Mikro zu sprechen. Wir sind sehr stolz auf die Mädels!"

    Was sagen die Stipendiatinnen im Rückblick auf das Projekt und die Show - gibt es schon Ideen, wie sie an die neuen Erfahrungen anknüpfen können?
    CS: "Eine der Stipendiatinnen äußerte sogar live den Wunsch, am liebsten beim HR zu arbeiten ... also das Projekt hat schon Eindruck hinterlassen! Und ganz vorbei ist es überdies noch nicht: mit der Live-Sendung auf Radio X geht es ja noch ein bisschen weiter. Wir sind schon gespannt, wie wir die ganzen Stipendiatinnen in ein Tonstudio bekommen ...
    Auch auf die Berichterstattung auf hr2-kultur freuen wir uns schon sehr."
    JM: "Die Rückmeldungen waren super. Die Frauen haben in den vergangenen neun Monaten viel gearbeitet und können zu Recht stolz auf ihre Ergebnisse sein. Natürlich hoffen wir, dass die Erfahrung auch nachhaltig wirkt - und manche von ihnen ihre Stimme zukünftig ein wenig mutiger und sicherer einsetzen. Zum Beispiel bei den anstehenden Vorstellungsgesprächen."

    Die Fragen stellte Phyllis Kiehl