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Jugendliche erstellen Hörbilder für Museen, Gedenkstätten und Städte.

    Stärkung der Willkommenskultur in Kitas

    Lesen Sie hier Neues aus der Zuhörforschung.

    Storytelling im mobilen Internet

    Grenzgeschichten – crossing borders

    Geschichten, die aus Ländergrenzen heraus entstehen, sind das Thema von "Grenzgeschichten – crossing borders", einem bundesweiten Projekt der Stiftung Zuhören. Schüler und Studenten veröffentlichen dabei crossmediale Geschichten in grenzgeschichten.net

    Grenzgeschichten.net ist ein ortsbasiertes Internetportal, das sowohl zu Hause am Computer wie unterwegs mit Smartphone oder Tablet nutzbar ist. Schüler und Studenten erzählen darin Geschichten von der deutsch-deutschen Teilung, dem Kalten Krieg, Grenzgebieten heute, Sicherheit und Freiheit, Flucht- und Zuflucht in Europa und überall auf der Welt. Aber nicht nur thematisch, auch medial werden Grenzen überschritten.

    © Stiftung Zuhören

    Die Geschichten werden an ihren verschiedenen Schauplätzen erzählt und mit den Profilen der Autoren und handelnden Personen verknüpft. Dabei kann das ganze Repertoire medialen Geschichtenerzählens genutzt werden: Text, Audio, Bild und Video.

    Durch Kommentar- und Social Sharing-Funktionen ist das Portal an das Social Web rückgebunden. Über eine App, die momentan noch entwickelt wird, werden die darin erzählten Grenzgeschichten  auch offline verfügbar sein. 

    Grenzgeschichten interaktiv im Web

    Im crossing borders blog wird der Fortgang des Projekts dokumentiert.

    Auf facebook gibt es eine sich rege über Grenzthemen austauschende Gruppe.

    In grenzgeschichten.net veröffentlichen die Projektteilnehmer selbst ihre Geschichten.  

    Mitmachen und Storyteller werden

    Das Projekt wird in Kooperation mit den an der Stiftung Zuhören beteiligten Medienanstalten durchgeführt. Diese vermitteln Rundfunkprofis als Coaches, die Schüler und deren Lehrer bei der Entwicklung und Umsetzung des Storytellings unterstützen.

    Grenzgeschichten eignet sich für Studenten sowie für Schüler aller weiterführender Schularten ab der 7. Klasse. Ideal ist die Durchführung in mehreren Workshop-Blocks, z.B. zweimal drei Tage. Das Projekt kann aber auch in Unterrichtseinheiten über einen längeren Zeitraum hinweg umgesetzt werden. Die Schüler produzieren mit ihren Smartphones, mit Tablets, Kameras, Laptops oder Aufnahmegeräten (Die Stiftung Zuhören kann bei Bedarf Workshops mit Equipment unterstützen) maximal 3minütige Videos oder Hörstücke, die von Fotos begleitet werden. Sie veröffentlichen Dokumente in Bildergalerien, Comics, Zeichnungen und Artikel.

    Wer Ideen für spannende Grenzgeschichten hat, kann sich wegen der Möglichkeit einer Realisierung vor Ort an die Stiftung Zuhören wenden.

    Kontakt:
    Gundula Iblher (Projektleitung)
    089 5900 41260
    iblher(at)stiftung-zuhoeren.de

    Grenzgeschichten ist ein gemeinsames Projekt der Stiftung Zuhören und der Bayerischen Sparkassenstiftung. Es wird in Kooperation mit zahlreichen Projektpartnern und Förderpartnern durchgeführt, denen wir herzlich danken. Eine Liste aller Partner finden Sie hier im crossing borders blog.

    Beispiele für Grenzgeschichten-Teilprojekte

    © Stiftung Zuhören

    Helmstedt – die Stadt am Grenzübergang
    Landkreis und Stadt Helmstedt waren in besonderer Weise von der ehemaligen innerdeutschen Grenze betroffen. Befanden sie sich zuvor im Herzen Deutschlands, so ergab sich durch die Grenzziehung eine ungünstige Randlage. Nicht nur fast alle Verkehrsverbindungen, auch zwischenmenschliche und wirtschaftliche Netzwerke wurden über Nacht durchtrennt. Die Storyteller der Giordano-Bruno-Gesamtschule haben aus ihren eigenen Familien viel aus dieser Zeit zu erzählen. Sie arbeiten außerdem eng mit dem Zonengrenz-Museum Helmstedt zusammen.

    © Stiftung Zuhören

    Flossenbürg und Lety – Orte erinnern
    Das bayerisch-tschechische Jugendbegegnungsprojekt bringt 30 Schüler aus Weiden (Bayern) und Pilsen (Tschechien) zusammen. In intensiven gemeinsamen Workshops setzen sie sich mit Orten des Gedenkens an nationalsozialistische Verbrechen nahe ihrer Heimat und der gemeinsamen Grenze auseinander. Die Jugendlichen besuchen die KZ-Gedenkstätte in Flossenbürg und das Mahnmal für die in Lety und Písku internierten und später in Auschwitz ermordeten Roma. Um beide Orte entwickelten sich erst seit den 90er Jahren kontroverse Debatten, wie sie als Gedenkstätten zu gestalten seien.

    © Stiftung Zuhören

    Weimar – Geist und Gewalt
    Kriegspropaganda im Ersten Weltkrieg ist das Thema einer Ausstellung der Klassik Stiftung Weimar, die den Titel "Krieg der Geister" trägt. Und sie ist der Ausgangspunkt für 30 Mittel-/Regelschüler aus Bayern und aus Thüringen, die sich für eine Projektwoche in Weimar treffen, um eigene Gedanken und Geschichten zum Thema in grenzgeschichten.net zu veröffentlichen. Denn wer sensibel für die Macht der Sprache und Bilder ist, fällt Propaganda – egal aus welcher Richtung sie kommt – nicht so leicht zum Opfer.

    © Stiftung Zuhören

    München – Prag: Radio Free Europe
    Schüler in München und in Prag arbeiten gemeinsam an Lebensgeschichten tschechischer Exilanten, die nach der Niederschlagung des Prager Frühlings nach Deutschland geflohen waren und als Journalisten bei Radio Free Europe arbeiteten. Der Sender versorgte Menschen auf der anderen Seite des Eisernen Vorhangs in ihrer jeweiligen Landessprache mit unzensierten Nachrichten aus dem Westen. Seine Mitarbeiter waren von den Aktivitäten der Geheimdienste der Sowjetunion und ihrer Verbündeten bedroht.