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Jugendliche erstellen Hörbilder für Museen, Gedenkstätten und Städte.

    Stärkung der Willkommenskultur in Kitas

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    Heimatgeschichten Gersthofen


    Wo komme ich her, wo fühle ich mich wohl, was ist Heimat für mich? Von November 2013 bis Februar 2014 durften Ganztagsschüler der Mittelschule Gersthofen und des Paul-Klee-Gymnasiums ihre Gedanken und Gefühle zum Thema Heimat in digitale Geschichten verpacken.

    An der Wand hängt eine große Weltkarte. Darauf haben die Fünftklässler Fähnchen geklebt: Bosnien, Irak, Türkei , Schweden – fast überall auf der Welt haben die Schüler Verwandte und Freunde.  Aber ist Heimat dort wo ich geboren bin oder dort wo ich mich am wohlsten fühle? Handelt es sich dabei immer um einen Ort oder kann es auch eine Person oder ein Gegenstand sein?

    Wir malen Bilder – und schnell wird klar: Heimat ist für jeden etwas anderes. Auf den Zeichnungen sind Häuser zu sehen, aber auch die Familie, das Fußballspiel mit dem Bruder, der Sonnenuntergang vor der eigenen Terrasse, das heißgeliebte Käppi vom Opa.

    Begeistert erklärt jedes Kind, was die Orte, Personen und Gegenstände auf seinem Bild so besonders macht. Die Erzählungen nehmen wir auf und haben so wunderbare, persönliche Geschichten, die die Basis unserer Filme bilden.

    Schneiden, Mischen, Blenden

    Jetzt geht’s los mit der Arbeit am Computer: Die Aufnahmen müssen geschnitten, passende Musik gesucht und unter den Text gelegt werden. Spätestens jetzt wird allen bewusst, wie viel Arbeit in so einem Film steckt.

    Jede Woche treffen wir uns zwei Mal für das Heimatgeschichten-Projekt und langsam aber sicher sieht man Fortschritte. Während der Projektarbeit bleibt sogar noch Zeit, um einen echten Ur-Gersthofener zu interviewen.

    Herr Neugebauer erzählt nicht nur von seiner Kindheit im Gersthofen der 50er und 60er Jahre, sondern auch von seinen vielen Reisen durch die ganze Welt – und warum es ihn am Ende doch immer wieder nach Gersthofen verschlagen hat.

    Bilder zum Erzählten

    Noch während alle Audios bearbeitet werden, müssen wir uns auch schon Gedanken über passende Bilder machen. Natürlich sollen die Zeichnungen in den Videos zu sehen sein, aber auch Fotos gehören dazu. Nicht zu allen Inhalten können die Kinder Bilder von zu Hause mitbringen, also müssen wir auch einige Male selbst die Kamera zücken.

    Als die Geschichten dann Ende Februar endlich fertig bebildert sind und wir sie in der Gruppe anschauen herrscht vor allem eines: Stolz. Und das Bewusstsein, dass jede Heimat etwas ganz Besonderes ist.

    Wer steht dahinter

    „Heimatgeschichten“ ist ein Gemeinschaftsprojekt des Bayerischen Landesvereins für Heimatpflege e.V., der Stiftung Zuhören und des Bayerischen Rundfunks; Unterstützung gab es vom Gewinnsparverein der Spardabank Augsburg e.V.

    Die fertigen Filme können Sie hier anschauen.