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    CD des Monats April

    Cd des Monats April 2011

    Lewis Carroll: Alice im Wunderland

    Orchesterhörspiel mit Musik von Henrik Albrecht

    (aus der Reihe: Mit Pauken und Trompeten)



    Die Besprechung der CD des Monats als PDF-Version finden Sie hier

     


    Einführung

    Seit 1865, dem Erscheinungsjahr des (Kinderbuch-)Klassikers von Lewis Carroll, inspirierte die achtjährige Alice zahlreiche Künstler und unternahm verschiedenste mediale Reisen ins Wunderland. So gab es Alice-Opern, -Musicals, -Theaterstücke, -Comics, eine TV-Zeichentrickserie sowie zahlreiche Verfilmungen, zuletzt 2010 die bildgewaltige Interpretation des Regisseurs Tim Burton.
    Henrik Albrechts bei Headroom erschienenes Orchesterhörspiel mutet wie die perfekte Umsetzung für die absurden Fantasiewelten der Geschichte an. Die von der NDR-Radiophilharmonie eingespielte Musik bietet alle Möglichkeiten, die Eigenarten und Skurrilitäten der Bewohner bestens zu charakterisieren. Die geschickte Verflechtung von Erzählung, Sprechern und Musik regt die Vorstellungskraft an und bildet die Leinwand, auf der die Zuhörer im Kopf mit Bildern, Farben und Ausschmückungen ihr ganz eigenes Wunderland kreieren können.


    Inhalt

    Track 01: Hinein ins Wunderland (03:44)
    „Soll ich Dir wirklich eine Geschichte erzählen, liebe Alice?“ Die achtjährige Alice liegt auf einer Wiese unter einem Baum und unterhält sich mit dem Erzähler, von dem sie sich eine spannende Geschichte voller Abenteuer und Wunder wünscht. Ein Riese und eine Königin mit einem Garten sollen darin vorkommen, ebenso wie Tiere, z. B. eine Katze oder ein Kaninchen. Ein mutiges Kind soll gegen einen Drachen kämpfen.
    Der Erzähler ist der Herr über die Geschichte und kann in seiner Welt alles geschehen lassen, Schlaues wie Unsinniges. Alice fragt nach dem Namen der Geschichte und bemerkt zu spät, dass sie selbst die Protagonistin der Geschehnisse sein wird und dass das Abenteuer bereits begonnen hat: Die achtjährige Alice sitzt eines Nachmittags im Garten und liest ein Buch, das sie langweilt und schläfrig macht, weil es keine Bilder hat.


    Track 02: Das weiße Kaninchen (02:31)
    Plötzlich läuft ein weißes Kaninchen an Alice vorbei, schaut auf seine Uhr und ruft wiederholt: „Zu spät, ich komm zu spät“. Neugierig rennt Alice dem Kaninchen hinterher. Es ist flink und klein und schwer zu verfolgen – und verschwindet schließlich in einem Kaninchenloch unter einer Hecke.


    Track 03: Hinab in den Kaninchenbau (04:06)
    Alice späht in die Tiefen des Kaninchenbaus – der überraschend groß ist – und rutscht aus Versehen hinein. Sie fällt eine beträchtliche Zeit, hat aber keine Angst. Die Wände des Schachts bestehen aus lauter Bücherregalen. Schließlich landet Alice unversehrt in einem Laubhaufen. Sie folgt dem Kaninchen durch einen langen Gang in einen prachtvollen Saal mit dutzenden Türen, die immer kleiner werden. Alice ist neugierig, was dahinter liegen mag. Der Erzähler meint, dahinter läge das erwünschte Wunderland mit Garten und Drachen.


    Track 04: Wachsen und Schrumpfen (05:06)
    Wie von Zauberhand erscheint neben Alice ein Tisch mit einem kleinen Schlüssel darauf, mit dem Alice die kleine Tür öffnet. Sie erblickt einen herrlichen Garten, ist aber viel zu groß um durch die Tür zu passen. Ein Fläschchen erscheint, mit einem Etikett, dass „Trink mich!“ fordert. Der Inhalt schmeckt nach Hähnchen mit Vanille. Alice schrumpft auf Fußlänge, doch nun ist die Tür wieder zu und Alice hat den Schlüssel auf dem Tisch vergessen. Alice beschwert sich beim Erzähler, der sich etwas einfallen lässt. Alice isst einen kleinen Kuchen, der sie zu einer zehn Meter hohen Riesin anwachsen lässt. Sie öffnet die Tür...


    Track 05: Der Tränensee (04:49)
    Da sie nun nicht mehr durch die Tür passt, weint Alice bitterliche Tränen der Sehnsucht nach dem Garten, die sich am Boden zu einem gewaltigen See sammeln. Alice trinkt den Rest des Elixiers aus der Flasche, schrumpft zu Daumengröße und wird von den Wellen des Tränenozeans davongetragen. Der Erzähler befiehlt den Wogen, sich zu glätten. Daraufhin wird die winzige Alice an ein liebliches Ufer gespült, an dem ein Wunderwald wächst.


    Track 06: Die Ratschläge einer Raupe (03:52)
    Alice kämpft sich durch einige Grashalme, die ihr den Weg versperren, und sie landet vor einem Pilz, auf dem eine Wasserpfeife rauchende Raupe sitzt und sie fragt: „Wer bist Du?“ Alice: „Das weiß ich im Augenblick selber nicht so genau. Ich weiß zwar, wer ich war, als ich heute Morgen aufgestanden bin, aber ich glaube, ich habe mich seitdem mehrere Male verändert.“ Alice ist nicht mehr sie selbst, aber für die Raupe sind Veränderungen Normalität. Sie gibt Alice einen wichtigen Rat mit auf den Weg: „Verliere niemals die Geduld und egal, was auch passiert, bleibe immer Du selbst!“


    Track 07: Die Verwandlung zum Schmetterling (02:40)
    Die Raupe dreht sich auf den Rücken und verwandelt sich wild zuckend in einen herrlich bunten Schmetterling. Er flattert los und erzählt Alice noch, dass sie vom Pilz kosten soll, dessen eine Seite sie größer, die andere kleiner machen wird.


    Track 08: Wachstumsphasen (02:11)
    Alice ist sich unsicher, was denn nun genau ihre richtige Größe ist. Sie probiert abwechselnd von beiden Seiten des Pilzes, bis sie ihre ursprüngliche Größe wiedererlangt hat. Sie folgt einem Pfad in den Wald und ihr wird etwas bange vor der Dunkelheit.


    Track 09: Die Grinsekatze (03:21)

    An einer Weggabelung entdeckt Alice in einem Baum ein Augenpaar über einem breit grinsenden Mund, welches sich als Grinsekatze entpuppt. Alice fragt das seltsame Tier nach dem richtigen Weg. Dieser hänge vom Ziel ab, meint die Katze. Da Alice nicht weiß, wo sie hin will, ist somit jeder Weg recht. In beiden Richtungen leben Verrückte, ein Hutmacher und der Märzhase. Denn alle, die sich im Wunderland aufhalten sind verrückt, auch Alice. Die Katze erteilt ihr einen Rat: Alice wird den wunderbaren Garten finden, wenn sie sich nur auf sich selbst verlässt. Mit diesen Worten verschwindet die Katze.


    Track 10: Die verrückte Teegesellschaft (03:04)
    Alice schlägt die Richtung zum Märzhasen ein und gelangt auf eine Lichtung, auf der ein Tisch voller Teegeschirr steht. Am Tisch sitzen der wirre, vornehme Märzhase und ein kleiner Hutmacher. Sie haben keinen Platz für Alice am Tisch übrig, denn sie feiern gerade ihren Nicht-Geburtstag. Da sie ebenfalls keinen Geburtstag hat, bekommt Alice vom Orchester ein schräges Nicht-Geburtstagsständchen gespielt.


    Track 11: Platzwechsel (03:42)
    Anstatt das benutzte Geschirr zu waschen, rückt die Teegesellschaft immer einen Platz weiter. Seit sie die Zeit totgeschlagen haben, ist es immer fünf Uhr nachmittags, also „Tea Time“. So bleibt keine Zeit, die schmutzigen Teller und Tassen zu spülen. Die Uhr des Märzhasen, die nur die Tage anzeigt, geht nach. Er stellt Alice eine Frage, die sie nicht beantworten kann: „Was haben ein Rabe und ein Schreibtisch gemeinsam?“ Die Antwort weiß der Märzhase zwar selbst nicht, beleidigt aber Alice, die daraufhin wütend die Gesellschaft verlässt.
     
    Track 12: Der dunkle Wald (02:41)
    Sie macht sich auf in den immer dunkler werdenden Wald in dem seltsame, unheimliche Geräusche zu hören sind. „Warum klingt das hier so unheimlich?“ fragt Alice, worauf die düster-bedrohliche Musik der vertrauten Querflöte weicht. Alice trifft erneut auf die Grinsekatze, die ihr eine Abkürzung zum Garten zeigt: eine Tür in einem Baum.


    Track 13: Der Garten der Königin (02:56)
    Vorsichtig öffnet Alice die Tür und steht endlich im prachtvollen Garten. Drei Spielkarten mit Armen und Beinen malen als Gärtner gekleidet einen weißen Rosenbusch rot an und streiten miteinander: Wenn die Herz-Königin bemerkt, dass sie aus Versehen einen weißen Strauch gepflanzt haben, wird ihnen zur Strafe der Kopf abgeschlagen.


    Track 14: Die Königin (04:00)
    Da naht die Königin auch schon mit ihrem Hofstaat aus 48 Spielkarten. „Was ist hier los? Wer stellt mich bloß? In meinem herrlichen Garten?“ In Reimform werden die Gärtner verhört. „Was bist Du für eine Karte?“ wird Alice gefragt. „Ich suche meinen Weg“, antwortet sie. Doch alle Wege im Garten gehören der Königin, die deshalb einen Prozess gegen Alice einberuft.


    Track 15: Der Prozess (03:37)

    Das weiße Kaninchen verliest die Anklage: Erzürnung der Herz-Königin. Ohne Anhörung oder Verteidigung wird das Urteil gesprochen. Alice soll enthauptet werden. Als Zeuge erscheinen der verrückte Hutmacher und die grüne Raupe, die jetzt ein Schmetterling ist. Alice hat furchtbare Angst, doch dann wird sie wütend und sagt der Königin ins Gesicht, dass sie bloß eine Spielkarte sei und ihr deshalb nichts anhaben könne.


    Track 16: Hinaus aus dem Wunderland (02:39)
    Alice wächst und wächst und das Wunderland beginnt, sich um sie zu drehen. Die Spielkarten werden hochgewirbelt und prasseln auf Alice nieder. Aber nein, es sind gar keine Spielkarten mehr, sondern Blätter, die auf die schlafende Alice herabsinken. Sie liegt wieder unter dem Baum auf der Wiese, mit dem langweiligen Buch ohne Bilder. Alice hat die Geschichte gefallen, aber sie beklagt sich beim Erzähler, dass darin ein mutiges Mädchen gefehlt habe, das gegen einen Drachen kämpft.


    Track 17: Epilog (02:03)

    Doch so wie in der Raupe der Schmetterling verborgen war, steckt in Alice das mutige Mädchen, das allen Gefahren trotzen kann. Diese Geschichte zu erleben, steht Alice noch bevor. Denn Drachen gibt es auch in unserer Welt: eine böse Nachbarin, einen gemeinen Mitschüler. „Bleibe immer Du selbst Alice, dann wirst Du jeden Drachen bezwingen!“
    Das Orchester lässt das Hörspiel musikalisch ausklingen.


    Trackliste

    01: Hinein ins Wunderland (03:44)
    02: Das weiße Kaninchen (02:31)
    03: Hinab in den Kaninchenbau (04:06)
    04: Wachsen und Schrumpfen (05:06)
    05: Der Tränensee (04:49)
    06: Die Ratschläge einer Raupe (03:52)
    07: Die Verwandlung zum Schmetterling (02:40)
    08: Wachstumsphasen (02:11)
    09: Die Grinsekatze (03:21)
    10: Die verrückte Teegesellschaft (03:04)
    11: Platzwechsel (03:42)
    12: Der dunkle Wald (02:41)
    13: Der Garten der Königin (02:56)
    14: Die Königin (04:00)
    15: Der Prozess (03:37)
    16: Hinaus aus dem Wunderland (02:39)
    17: Epilog (02:03)

    Gesamtspielzeit: 57:02


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