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    Buchpräsentation am 30. Januar 2014

    Am Donnerstag, den 30. Januar 2014, stellte die Stiftung Zuhören das Werkstattbuch "Töne im Ohr" - Ein Werkstattbuch über Zuhören und Musizieren in Kindergarten und Grundschule" im Beruflichen Schulzentrum Miesbach (Oberbayern) vor.

    Begleitet wurde die Buchpräsentation von einem Podiumsgespräch zu den Bedingungen, die die Arbeit zum Zuhören und Musizieren mit Kindern erleichtern und welche sie erschweren.

    © Stiftung Zuhören; Übergabe des Werkstattbuchs an die Teilnehmerinnen der Fortbildung Zuhören und Musizieren, die im Anschluss an die Buchpräsentation stattfand
    © Stiftung Zuhören; Podiumsgespräch mit DDD. Wolfgang Mastnak, Claudia Schmidtpeter, Dr. Ingo Krüger, Judith schönicke (v.re. nach li.)

    Es diskutierten:

    • Dr. Ingo Krüger, Geschäftsführendem Vorstand der Bayerischen Sparkassenstiftung
      "Unser Bildungssystem läuft Gefahr, Wissensriesen und Gemütszwerge herzvorzubringen. Kinder müssen mit immer mehr Wissen fertig werden. Fähigkeiten und Begabungen, die an die Seele rühren, haben das Nachsehen. Hier müssen wir Gelegenheiten schaffen, damit das, was Menschen insgesamt ausmacht, nicht zu kurz kommt. Hierfür sind Zuhören, Singen, Musizieren ein ganz wichtiges Instrument."

    • DDDr. Wolfgang Mastnak, Professor für Musikpädagogik in München und Professor für Musiktherapie in Shanghai
      "Musik, musikalisches Gestalten und musikalischer Ausdruck gehören zum Wesen des Menschens. Die Anlagen sind uns in die Wiege gelegt. Deren Ausbildung ist die Aufgabe einer einfühlsamen Pädagogik, welche Lust am Singen zu heben und zu fördern vermag".

    • Claudia Schmidtpeter, Dozentin an der Fachakademie für Sozialpädagogik in München-Harlaching
      "Von Erzieherinnen und Erziehern wird immer mehr Qualität gefordert. Um diese sicherzustellen, werden oft Experten in die Einrichtungen geladen, die z.B. eimal wöchentlich mit den Kindern Musik machen. Selbstverständlich wird Singen, Musizieren oder Zuhören aber besonders dann, wenn es in den Alltag integriert ist. Deshalb sollten v.a. die Personen dafür sensiblisiert und darin unterstützt werden, die diesen mit den Kindern verbringen und gestalten."

    • Judith Schönicke, Stiftung Zuhören Fortbildungsreferentin und Projektleiterin Hörclubs (Bayern) der Stiftung Zuhören
      "Zuhören ist mehr als das reine physiologische Hören. Es ist eine Haltung, mit der man versucht, sich in den Gesprächspartner einzufühlen. Zuhören drückt Wertschätzung aus. Als Pädagogen können Sie die Grundlagen dafür schaffen, dass es Kindern gelingt zuzuhören, indem Sie das Zuhören immer einbeziehen. Das geht ganz leicht, Sie können auch aus Alltagssituationen Zuhörerlebnisse schaffen. Z. B. wenn Sie in die Natur gehen, dann hören Sie mit den Kindern auf die Geräusche, die sie wahrnehmen oder dort erzeugen können. Zuhören ist kein weiteres Projekt, das Sie nun auch noch in den Unterricht einbauen müssen. Zuhören ‚steckt‘ überall drin. Und: Zuhörförderung zahlt sich aus. Denn wir wissen aus verschiedenen wissenschaftlichen Evaluationen, dass der Lärmpegel in den Klassen sinkt und die Kinder sprachlich profitieren: Sie drücken sich besser aus und sind eher in der Lage, ihren Standpunkt darzustellen ".