Ziel ist es pädagogische Fächkräfte in ihrem Bemühen zu unterstützen, ihre Stimme bewusst einzusetzen, die eigene Sprechhaltung als sprachliches Vorbild anzusehen und zum mündlichen Sprachgebrauch in Form von Erzählen und Vorlesen zu motivieren.
Gute Vorbilder (z.B. Aussprache) sind eine Voraussetzung dafür, dass Kinder (vor allem auch nichtdeutscher Herkunft) gut sprechen lernen können. Die Stimme wird im pädagogischen Alltag besonders beansprucht (Sprechberuf). Der bewusste Einsatz der eigenen Stimme kann eventuell spätere Stimmstörungen vermeiden helfen (Gesundheit). Unnatürliche Sprechstimmen wirken sich auf Kommunikation und Stimmung aus. Erzählen und Vorlesen brauchen Stimmen, die mehrere Variationen ermöglichen können und motivieren zum Zuhören. Die Kompetenzen wirken sich unmittelbar auf das Erzieher- und Lehrverhalten aus und kann auf die Unterrichtsituation und den pädagogischen Alltag übertragen werden.
Praxis
Stimme
- Die Teilnehmer lernen die Bedeutung und Wirkung kennen, wie Geschichten erzählt und vorgelesen werden können.
- Sie reflektieren, wie sich verschiedene Stimmen auf das Zuhörverhalten und die mündliche Kommunikation auswirken können.
- Sie erproben mit ihrer Stimme in unterschiedlichen Variationen Texte vorzulesen.
- Die Teilnehmer erhalten die Möglichkeit anhand von Beispielen ihre eigene Stimme zu beobachten und Maßnahmen zur Stimmhygiene auszuprobieren.
- In einem Kurztraining werden einfache Stimm- und Sprechübungen für eine deutliche Aussprache geübt.
Erzählen
- Die Fachkräfte erhalten die Möglichkeit das (eigene) Erzählen von kurzen oder längeren Geschichten zu erproben.
- Die Erzählfähigkeit wird sowohl als individuelle Kompetenz als auch als Gruppenereignis erfahrbar.
- Anhand von Materalien werden Erzählstrategien entwickelt und ausprobiert vom Geschichten erfinden mit Hilfe von Gegenständen bis zum freien Erzählen (Erzählkoffer, roter Faden).
- Die Teilnehmer lernen die Bedeutung der nonverbalen und parasprachlichen Vermittlungsebene kennen und bewusst anwenden.
- Die Teilnehmer machen sich bewusst, wie Voraussetzungen für bestimmte Erzählsituationen und Inszenierungen beschaffen sein müssen.
