Ziel ist es, die Kommunikationssitutation beim Zuhören genauer als bisher wahrzunehmen zu können. Die Grenzen der Zuhörfähigkeit bei sich und anderen (Kindern im Unterricht) bewusst zu machen. Ebenso die eigenen Zuhörstrategien kennenzulernen, um so ein gekonnteres Zuhören zu ermöglichen.
Zuhören wird gebraucht, wenn Informationen verstanden und verarbeitet werden sollen (Hören und Verstehen, sinnverstehendes Zuhören). Die Anwendung von Zuhörstrategien entscheidet über die Kommunikations- und Dialogfähigkeit im Beruf (kommunikationsorientiertes Zuhören). Über die Zuhörfähigkeit als eine Grundhaltung der pädagogischen Kompetenz erfahren Kinder (und andere Menschen) etwas über den Wert des Zuhörens. Dies wirkt sich direkt auf das Sozialverhalten und die Sozialkompetenz aus.
Praxis
- Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten Informationen über Grundlagen des Zuhörprozesses (Zuhörabsicht herstellen, Wahrnehmen / Erkennen, Auswählen, Einordnen, Interpretieren, Merken, Handeln im Sinne einer Anschlusskommunikation).
- Sie reflektieren den Zuhörprozess in Bezug auf die eigene pädagogische Praxis. Die Lehrkräfte lernen durch Übungen die eigene Zuhörfähigkeit kennen und genauer einschätzen.
- Sie erfahren die Abhängigkeit eines gelingenden Zuhörens von bestimmten Setting-Komponenten wie Umgebung, Situation, Zeit, Absicht, Hierarchieebenen etc. Sie können durch Übungen vermittelt die grundlegende Bedeutung der sprachlichen, nonverbalen und paraverbalen Ebene in Gesprächen erkennen und analysieren.
- Anhand des Modells des Hörens mit „vier Ohren“ können die Teilnehmenden Gesprächssituationen besser einschätzen und kompetenter in Antworten reagieren.
- Durch Übungen erkennen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Abhängigkeit des Zuhörers von der kompetenten Vermittlung eines Sprechers oder einer Sprecherin und gleichzeitig von der „Macht“ des Zuhörers auf die sprachliche Vermittlung.
