Radioarbeit
Schülerinnen und Schüler wagen sich gemeinsam in einer Gruppe auf neues Terrain: von der Themenfindung über die Frage der Darstellungsform bis zur Aufnahmetechnik und zum Sprechen des Beitrags. Sie sind auf Kooperation angewiesen, sie übernehmen für unterschiedliche Aufgaben Verantwortung, wie beispielsweise Technik und Regie, und sie lernen einander zuzuhören. Wenn sie bei der Aufnahme in die Situation des Interviewers kommen, stärkt das zudem das Selbstwertgefühl. Die Schüler fühlen sich ernst genommen, sie kommen zu Wort und werden gehört.
Eine Umfrage eignet sich gut als Einstieg ins journalistische Arbeiten. Die Frage kann sorgfältig in der Gruppe formuliert werden, die Antworten werden nach und nach aufgenommen, und beim anschließenden Audioschnitt werden erste Erfahrungen mit der Software gesammelt. Ein Interview ist anspruchsvoller: Es gilt, eine Beziehung zum Gesprächspartner aufzubauen und direkt auf seine Antworten zu reagieren und nachzufragen. Die Reportage schließlich ist die schwierigste der hier dargestellten journalistischen Darstellungsformen: Es hängt allein von den Formulierungskünsten und Aufnahmen des Reporters ab, wie eindrucksvoll das Bild ist, das sich der Hörer vom geschilderten Geschehen macht. Mit dem Hörspiel schließlich kommt die Fantasie mit ins Spiel. Eine Geschichte wird erdacht, Figuren konzipiert, Geräusche hergestellt.
